MINT-Nachwuchsförderung: Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Lehrenden-Rolle

Wie fühlt es sich an, in einer Riesenseifenblase zu stehen? Was verrät der Blick durch ein Wasserprisma? Und wie entsteht aus Kanthölzern eine selbsttragende Brücke? Antworten auf diese Fragen erhielten 17 Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Hagen, Wesel und Wuppertal im Rahmen eines eintägigen Workshops am 6. Februar in der Physikdidaktik der Bergischen Universität Wuppertal. Unterstützt durch Physikdidaktiker der Ruhr-Universität Bochum absolvierten sie einen Parcours mit verschiedenen Experimenten. Zielsetzung: physikalische Phänomene körperlich erfahren.

https://www.presse.uni-wuppertal.de/de/medieninformationen/2018/02/09/
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-die-lehrenden-rolle/




GYPT Standort Bochum - Regionalwettbewerb am 25.01.2018

In der Zeit seit den Sommerferien 2017 hat sich die aktuelle Gruppe aus 12 SchülerInnen der Klassen 8 bis 12 wöchentlich Donnerstag nachmittags in den Räumen der Didaktik der Physik getroffen, um sich auf die Teilnahme am Wettbewerb vorzubereiten. Aus den 17 Aufgaben die zur Auswahl standen haben sich die Jugendlichen drei ausgewählt:

Zeit Wiegen

Während die Sanduhr läuft, steht sie auf einer Waage. Da sich die Menge Sand nicht ändert und alles auf der Waage steht, sollte sich das Gewicht nicht ändern... Und doch: ein kleines Bisschen ändert es sich. Um den Effekt nachweisen und untersuchen zu können, haben unsere jungen Forscher eine überdimensionierte Sanduhr gebaut und mit Stahlkugeln gefüllt.

Herons Brunnen

Ein Springbrunnen ohne Kabel. Er läuft und läuft... Ist hier das Perpetuum Mobile Realität geworden? Unser Herons Brunnen besteht aus Glasflaschen, Gummistopfen und transparenten Schläuchen. Eine Energiequelle ist nicht zu sehen und trotzdem läuft er!

Seismographen aus Schall und Wackelpudding

Zwei neue Prinzipien Erdbeben aufzuzeichnen haben unsere Jungforscher entwickelt. Das eine basiert auf der Beweglichkeit von Wackelpudding die mit Hilfe eines Lasers sichtbar gemacht wird. Das andere benutzt den Dopplereffekt des Schalls, um Erdbeben aufzuzeichnen. Die wesentlichen Bauteile sind dabei zwei Smartphones...

Am 25.01.2018 stand jetzt der Regionalwettbewerb an der Ruhr-Universität statt, in dem die Teilnehmer für den Bundeswettbewerb bestimmt wurden. Die Schülerinnen und Schüler stellten dazu jeder Ihre Ergebnisse auf Englisch einer Fachjury vor und verteidigten sie gegen Fragen eines herausfordernden Teams. 

Forschertage mit Flüchtlingen (7/2017)

In den Sommerferien (24. bis 28. Juli 2017) fanden bereits zum zweiten Mal die Förschertage mit Flüchtlingskindern statt. Diesmal gab es in der Physik verschiedene Stationen zum Magnetismus und zum elektrischen Strom und zur Lochkamera, für die von Studierenden für das Lehramt in Physik im Sommersemester 2017 ein Seminar zur Sprachförderung in den naturwissenschaftlichen Fächern Material zur Sprachförderung entwickelt worden war. Ziel war es ernuet, aktive Sprachanlässe für die Flüchtlingskinder zu schaffen und durch die Variation der Experimente die Kinder dazu anzuregen, eigenen Formulierungen zu finden und spielerisch mit neuem Sprachmaterial umzugehen. Eine besondere Herausforderung war, dass auch einige Offene Ganztagsschulen aus der Umgebung das Angebot nutzen, so dass es eine bunte Mischung an Kindern mit und ohne Migrationshintergrund gab.

Bochumer Team beim German Young Physicists‘ Tournament (3/2017)

Erstmalig hat ein Team von drei Schülern aus Bochum am German Young Physicists‘ Tournament (GYPT) der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Bad Honnef teilgenommen. Bei dem Wettbewerb muss – wie bei einer wissenschaftlichen Tagung – jeder Schüler ein selbst durchgeführtes Forschungsprojekt in einem Vortrag vorstellen und dazu den Fragen eines anderen Teams begegnen sowie selbst das Projekt eines anderen Teilnehmers kritisch hinterfragen. Eine zusätzliche Herausforderung ist, dass dies alles auf Englisch erfolgt! Vortrag und Opposition werden jeweils von einer sechsköpfigen Jury aus Physikstudenten, Lehrern und Professoren bewertet. Für die Projekte stehen 17 Aufgabenstellungen des International Young Physicists‘ Tournament (IYPT) zur Auswahl, in denen unterschiedliche physikalische Phänomene experimentell erfasst und theoretisch modelliert werden sollen.

 

Seit den Herbstferien 2016 haben sich 8 Schülerinnen und Schüler von Klasse 8 bis Klasse 11 der Matthias-Claudius-Schule Bochum mit drei dieser Aufgabenstellungen befasst. Dabei wurden sie von ihrem Lehrer Stefan Wentzel, Sami Razzoume als studentische Hilfskraft sowie Thomas Schmidt (Techniker) und Professor Heiko Krabbe aus der Physikdidaktik der Ruhr-Universität unterstützt. Auch wenn im ersten Jahr nur drei Schüler aus Bochum zum GYPT zugelassen wurden, sind sich alle einig, dass das Turnier vom 3. bis zum 5. März 2017 eine tolle Erfahrung war und wir im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein wollen. Die Aussichten sind gut, dass Bochum offizieller GYPT-Standort für Schülerinnen und Schüler aus dem Ruhrgebiet wird

Weltraumtourismus - Wunschtraum oder (schon) Realität (1/2017)

 Am 21. Januar 2017 gestaltete die AG Physikdidaktik einen Vortrag im Rahmen von Saturday Morning Physics. In dem Vortrag wurden verschiedene Möglichkeiten von Weltraumtourismus vorgestellt. Dabei wurde auf die Technik eingegangen und was es bei einem Weltraumurlaub zu erleben gäbe. Zusätzlich wurden Möglichkeiten, ähnliche Erfahrungen am Erdboden zu machen, vorgestellt und erläutert. Am Ende wurden Experimente zur Schwerelosigkeit im Hörsaal live durchgeführt. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit und hatten kleine Dinge mitgebracht, die sie einmal in Schwerelosigkeit beobachten wollten.

 

 

Flüchtlingen lernen Deutsch durch Physik (7/2016)

Foto: © RUB, Marquard

 

An den Forschertagen für Flüchtlingskinder (http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/meldung/2016/07/meld03434.html.de) vom 18. Bis zum 21. Juli 2016 war auch die Physikdidaktik mit Experimenten beteiligt. Eingeladen waren 50 Flüchtlingskinder im Alter von acht bis 14 Jahren, die in der Physik spannende Freihandexperimente durchführen konnten. Die Experimente wurden von Studierenden für das Lehramt in Physik betreut, die im Sommersemester 2016 ein Seminar zur Sprachförderung in den naturwissenschaftlichen Fächern belegt hatten. Diese waren darauf vorbereitet, aktive Sprachanlässe für die Flüchtlingskinder zu schaffen und durch die Variation der Experimente die Kinder dazu anzuregen, eigenen Formulierungen zu finden und spielerisch mit neuem Sprachmaterial umzugehen.

 

 

 

Mitarbeiterabend der Bochumer MCS-Juniorakademie (3/2016)

Am 4. März 2016 nahm die Physikdidaktik der Ruhr-Universität Bochum auf Einladung am Mitarbeiterabend der Bochumer

MCS-Juniorakademie teil. Dabei hielt Professor Dr. Krabbe einen kurzen Impulsvortrag zum Offenen Experimentieren

und brachte auch gleich entsprechende Materialien mit, siehe Bild. Die MCS-Juniorakademie bezeichnet sich selbst

als der „Sportverein“ für Interessierte an Naturwissenschaften und Technik in Bochum. Möglichkeiten für eine weitere

Zusammenarbeit wurden ausgelotet.





MiLeNa-Projekttreffen an der Bergischen Universität Wuppertal mit Unterstützung der Bochumer Physikdidaktik 2014

 

Am 16. Dezember fand ein ganztägiges Treffen des MiLeNa-Projekts an der Bergischen Universität Wuppertal statt, bei dem 18 ausgewählte Schülerinnen und Schüler zusammen mit Physikdidaktikern der Bergischen Universität und mit Unterstützung der Bochumer Physikdidaktik Kriterien guten naturwissenschaftlichen Unterrichts erarbeiteten.
MiLeNa (MINT-Lehrkräfte-Nachwuchs) ist ein Programm zur MINT-Lehrkräftenachwuchsförderung, welches von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung gefördert und vom MINT-EC-Verein in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten der Region durchgeführt wird. Ziel von MiLeNa ist es, interessierte und qualifizierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe frühzeitig für ein MINT-Lehramtsstudium und eine spätere Tätigkeit als MINT-Lehrkraft zu gewinnen. Dazu werden von teilnehmenden Projektschulen interessierte und qualifizierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ausgewählt, die sich selbst in Lehrsituationen im MINT-Bereich etwa mit Schülern aus der Unterstufe unter Begleitung erproben können. Die Begleitung erfolgt primär an der eigenen Schule und wird ergänzt z.B. durch Schüleraustausch und universitäre Workshops. Am 16. Dezember fand ein ganztägiges Projekttreffen an der Bergischen Universität Wuppertal statt, bei dem 18 ausgewählte Oberstufenschülerinnen und -schüler von zwei Gymnasien aus Hagen und Moers zusammen mit Physikdidaktikern der Bergischen Universität und mit Unterstützung der Bochumer Physikdidaktik Kriterien guten naturwissenschaftlichen Unterrichts erarbeiteten. Dabei wurde offenbar, dass die Schülerinnen und Schüler eine sehr genau eigene Vorstellung von gutem Unterricht haben, die zum überwiegenden Teil deckungsgleich mit der Literaturlage ist, und dass die Schülerinnen und Schüler konkrete Umsetzungsideen für den MINT-Bereich wissen. Diese Ideen werden nun im Rahmen der Projektarbeit weiter verfolgt.

 

Schulfest des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums in Wuppertal 2014

Freifallversuch mit Videoübertragung zur Sichtbarmachung von Schwerelosigkeit

Am 14. Juni präsentierte die Bochumer Physikdidaktik Schulversuche zur Schwerelosigkeit sowie abgeschlossene Forschungsarbeiten auf dem Schulfest des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums in Wuppertal. Mit dieser Schule verbindet die Bochumer Physikdidaktik eine lange, persönliche Verbindung, die bereits zu mehreren Forschungsprojekten geführt hat. Mit der Präsentation von Untersuchungsergebnissen sowie den einfach durchzuführenden Schulversuchen wollte die Bochumer Physikdidaktik der Schule, den Schülerinnen und Schülern sowie den Fachkolleginnen und Fachkollegen Physik etwas zurückgeben. Wir danken!